4 Gründe warum es sich lohnt auf intelligente Messsysteme umzusteigen

Die zunehmende Digitalisierung sorgt für eine Wende in der Energiewirtschaft. Insbesondere Stadtwerke, Wasser- und Energieversorger sehen sich größeren Herausforderungen gegenüber. Nicht nur steigende Energiepreise, Ressourcenknappheit und ein wachsendes Umweltbewusstsein seitens der Verbraucher sind Treiber für eine Transformation, ebenso ändern sich gesetzliche Rahmenbedingungen zu mehr Nachhaltigkeit und Transparenz. So sind in vielen Bereichen smarte Lösungen gefragt, die Prozesse effizienter gestalten und für mehr Wirtschaftlichkeit sorgen. 

Das Internet of Things (IoT) bietet im Bereich der Verbrauchsmessgeräte einige Vorteile. Intelligente Messgeräte, sogenannte Smart Meter, ermitteln verschiedene Daten per Sensor und übermitteln diese verschlüsselt per Funk in vordefinierten Intervallen an eine zentrale Stelle. Gängige Einsatzszenarien des Smart Metering sind vorwiegend im Bereich von Strom-, Gas-, Wasser- oder Fernwärmeverbrauchsmessgeräten zu finden. Grundsätzlich ist Smart Metering jedoch für alle Verbrauchsmessstellen denkbar. Welche 4 Gründe sprechen für eine Umstellung von analogen Zählern auf intelligente Messsysteme? 

Sinkender Zeit- und Personalaufwand durch smarte Fernüberwachung

Die analoge Erfassung der Verbrauchsdaten von beispielsweise Strom-, Gas-, oder Wasserzählern erfordert einen hohen Zeit- und Personalaufwand. Mitarbeiter müssen alle Stellen abarbeiten, an denen ein manueller Zähler eingesetzt ist – und das sind in den meisten Fällen nicht wenige. 

Ist der Zeitaufwand zum Ablesen von Zählern in Gebäuden gering, sieht es bei unterirdisch verbauten Geräten anders aus. Wasser- und Abwasserschächte sind teilweise sehr verwinkelt, nass und kaum zugänglich. Ein Mitarbeiter reicht in der Regel nicht aus, um die Daten von Schachtwasserzählern zu erfassen. So werden diese nur selten abgerufen und ganze Anlagen können nur unter schwierigen Bedingungen überwacht werden. Kommt noch hinzu, dass der Endkunde Ablesetermine im Vorfeld verschiebt oder schlichtweg zum vereinbarten Termin nicht anzutreffen ist, erhöht sich zudem der Verwaltungsaufwand, da neue Termine verabredet werden müssen. 

Mit Smart Metern, die intelligent über das Mobilfunknetz, den Funkstandard wireless M-Bus oder LPWAN (Low Power Wide Area Network) wie LoRaWAN, mioty und Sigfox kommunizieren können, vermindert sich der Arbeitsaufwand um ein Vielfaches. Nach der Erstinstallation werden die Daten automatisch ausgelesen und verschlüsselt übertragen. Mitarbeiter, die sich zum Ablesen von manuellen Zählern in teils waghalsigen Manövern in tiefe Schächte abseilen, gehören mit Smart Metering der Vergangenheit an. Ebenso werden fehlerhafte Messungen durch falsches Ablesen der Zählerstände vermieden. 

Effiziente Planung durch konstantes Monitoring

Wo umfassende Prozessüberwachung mit manuellen Zählern undenkbar ist, setzt Smart Metering neue Maßstäbe. Konstantes Monitoring bietet einen großen Vorteil bei der Planung des Bedarfs und zur Vermeidung von Ausfällen. Zum Beispiel können Stromanbieter oder Wasserversorger so unerwartete Verbrauchsspitzen zuverlässig vorhersagen und diesen gegensteuern, um Engpässe zu vermeiden. Aufgrund der Umstellung auf erneuerbare Energien und der damit einhergehenden Schwankungen bei der eingespeisten Strommenge im Netz, ist das Monitoring gerade bei Stromanbietern ein willkommenes Instrument, um den Bedarf zielgerichtet abdecken zu können. 

Auch die Wasserwirtschaft setzt zunehmend auf smarte Technologien, um eine flächendeckende Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser sicherstellen zu können. Neben dem Wasserverbrauch erfassen intelligente Sensoren beispielsweise auch den Wasserdruck, die Temperatur oder die Systemleistung, sodass sich mit den erfassten Daten längerfristige Prognosen treffen lassen und eine Planungssicherheit gegeben ist. 

Wartung und Problembehebung ohne große Zeitverluste durch kontinuierliche Daten

Große Anlagen lassen sich softwaregestützt bestens überwachen. Das macht die Instandhaltung eines weit verzweigten Verteilnetztes aus kilometerlangen Leitungen einfacher und effizienter. Durch die kontinuierlich per Funk übertragenen Daten der Smart Meter, haben Mitarbeiter die Prozesse immer im Blick und können bequem per Klick am PC oder Touch am Smartphone Arbeitsschritte steuern. Egal ob abgeschirmt in feuchten Betonschächten unter der Erde oder in tief liegenden Kellerräumen: Funkbasierte und wartungsfreie IoT-Lösungen reduzieren bisherige Wartungsaufwände um ein Vielfaches. 

Anstatt der jährlichen Ablesung von Zählerständen bietet Smart Metering den Vorteil, dass nicht nur Verbrauchswerte ermittelt werden können. Je nach eingesetzter Hardware, beispielsweise mit Ultraschallsensoren, kann ebenso die Bestimmung der Durchlaufmenge bei Flüssigkeiten wie z. B. Wasser erfolgen. Diese Messdaten ermöglichen es Unternehmen frühzeitig auf äußere Einflüsse, wie auf eine Leckage in einer Rohrleitung oder auf einen Rohrbruch, zu reagieren. Gebiete mit Wasserverlusten lassen sich so schnell eingrenzen, der Schaden wird lokalisiert und Maßnahmen zur Problembeseitigung können zeitnah eingeleitet werden. 

Ressourcenschonung durch intelligente Technologien

Da Städte immer weiterwachsen und sich somit mehr und mehr Menschen den Lebensraum teilen, steigt die Schadstoffbelastung und ebenso werden Ressourcen wie Flächen, Energie und Wasser knapper. Neue Lösungen sind gefragt, mit denen gezielt auf eine schwankende Nachfrage reagiert werden kann, damit eine langfristige Versorgung sichergestellt wird. Durch Smart Metering wird mit dem automatischen Auslesen und Übertragen verschiedener Daten genau dieses Problem gelöst: Verbrauchsspitzen und weitere Herausforderungen können prognostiziert und durch optimierte Prozesse ausgesteuert werden. 

Ebenso wird der Schonung von Ressourcen allein durch neue Geräte Rechnung getragen. Mechanische Wasserzähler haben zum Beispiel einen höheren Startdurchfluss, der im Laufe der Zeit sogar zunimmt. So wird generell mehr Wasser verbraucht, als gemessen und auch bezahlt wird. Ein Ultraschallzähler hingegen behält seine hohe Genauigkeit über seine gesamte Lebensdauer hinweg und übermittelt konstant per Funk die exakten Verbrauchsdaten. Smarte Technologien in der Abwasserentsorgung unterstützen durch optimierte Workflows und intelligente Vernetzung beispielsweise die Reinigungsleistung und sorgen somit für eine Reduzierung der Gewässerbelastung. 

Für Unternehmen, die mit Verbrauchsmessgeräten arbeiten, ergeben sich mit Smart Metering also einige Vorteile. Sie sind interessiert an smarten Lösungen für Ihr Unternehmen? Sprechen Sie uns an! Gemeinsam finden wir einen Weg, wie sich digitale Technologien in Ihre Infrastruktur integrieren lassen. 
 

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